pozz gameri. De potrebno mi je da mi neko prevede jedan textich. Nije veliki. Ajde molim vas.. Znaci sa njemackog jezika na nash !!!
Google.translate nista ne valja a text ima samo na njemackom.
Erstes Kapitel
An einem Maitag des Jahres 1911, im Jahr der zweiten Marokkokrise, unternimmt der über fünfzigjährige, für seine Werke geadelte Schriftsteller Gustav von Aschenbach einen Spaziergang durch den Englischen Garten in München, der ihn bis vor den nördlichen Friedhof führt. Auf der Freitreppe zur Aussegnungshalle [ → Nordfriedhof (München)] fällt ihm ein seltsamer Mann in Wanderkleidung auf. Der Fremde erwidert von Aschenbachs Blick, aber so kriegerisch, so gerade ins Auge hinein, dass von Aschenbach sich abwendet. Im Weitergehen wirkt das Wanderhafte in der Erscheinung des Fremden in Aschenbach nach. Eine seltsame Ausweitung seines Inneren ward ihm ganz überraschend bewusst, eine Art schweifender Unruhe, die er sich als Reiselust deutet. Er überlässt sich der pflichtwidrigen Anfechtung und meint, eine Einschaltung tue Not, etwas Stegreifdasein, Tagedieberei, Fernluft und Zufuhr neuen Blutes. - Von Aschenbach beschließt zu verreisen.
Zweites Kapitel
Herkunft, Lebensweg und Charakter von Aschenbachs werden beschrieben, dazu seine Werke, ihr literarischer Stellenwert und ihre Publikumswirkung.
Aschenbach ist seinem ganzen Wesen nach auf Ruhm gestellt. Keineswegs von robuster Natur, muss er sich künstlerische Leistungen täglich neu abringen. Mit dieser Selbstdisziplin verwirklichen sich Anlagen von väterlicher Seite, überwiegend höheren Beamten im preußischen Schlesien. Der Großvater mütterlicherseits war Musiker. Von dieser Seite kommt sein künstlerisches Talent.
In einer Gesprächsrunde veranschaulicht ein Freund von Aschenbachs Leistungsethos mit der Geste einer geballten Faust. So habe von Aschenbach immer gelebt und gearbeitet. Danach öffnet er die Faust und lässt die Hand in gegenteiliger Geste schlaff herabhängen, um zu zeigen, wie von Aschenbach nie gelebt habe.
Von Aschenbach ist schon lange verwitwet und lebt allein.
Drittes Kapitel
Von Aschenbach ist, zuletzt auf dem Seeweg von Triest über Pola, auf einer Insel nahe der istrischen Adriaküste angekommen. Es regnet, die Luft ist schwer und der Strand enttäuschend. Er ist nicht sanft und sandig, er vermittelt kein ruhevoll inniges Verhältnis zum Meere. Einer plötzlichen Eingebung folgend, reist er per Schiff nach Venedig. Im Schiffsinneren fertigt ihn ein schmieriger Zahlmeister ab und lobt sein Reiseziel in phrasenhaften Wendungen. An Deck beobachtet er einen geschminkten alten Mann, der sich einer Schar junger Männer angeschlossen hat, die ebenfalls nach Venedig reisen. Der Greis in ihrer Mitte versucht, sie an Jugendlichkeit zu übertreffen. In Venedig angekommen, will von Aschenbach mit der Gondel zur Vaporetto-Station. Der Gondoliere erweitert jedoch eigenmächtig seinen Auftrag und rudert ihn über die Lagune zum Lido. Von Aschenbachs Proteste nützen nichts. Am Lido angekommen, entfernt sich Aschenbach kurz, um Geld zu wechseln. Als er zurückkommt, ist der Gondoliere verschwunden. Er erfährt vom Gepäckträger seines Hotels, der Gondoliere sei ein Fremder und habe keine Lizenz.
Abends in der Hotelhalle sieht von Aschenbach den Jüngling Tadzio, der vollkommen schön ist. Er deutet seine Faszination als ästhetisches Kennertum, eine Kunstauffassung vertretend, die die Sinnlichkeit der Kunst verleugnet. Doch Tag um Tag verfällt der Alternde dem Anblick des Knaben mehr.
Das schwüle Wetter bekommt von Aschenbach nicht. Er beschließt abzureisen, voller Kummer, Venedig verlassen zu müssen. Auf dem Bahnhof schafft die falsche Adressierung seines Gepäcks eine momentane Komplikation, die von Aschenbach zum Vorwand nimmt, wieder an den Lido zurückzukehren.
Im Sessel auf der Terrasse vor seinem Hotelzimmer, in sich hineinblickend, erkennt er, dass ihm um Tadzio willen der Abschied so schwer geworden war. Seine Hände öffnen sich zu einer bereitwillig willkommen heißenden, gelassen aufnehmenden Gebärde.
Viertes Kapitel
Der sonst so kühle und nüchterne von Aschenbach gibt sich ganz seinen Gefühlen hin. Eine antikisierende Sprache beschreibt die mythische Verwandlung der Welt in den Augen von Aschenbachs. Das Kapitel endet mit dem Eingeständnis von Aschenbachs sich selbst gegenüber, dass er den Knaben liebt.
Fünftes Kapitel
Eine Choleraepidemie, von Indien kommend, hat Venedig erreicht. Mehrere Versuche, sich bei Einheimischen über die Seuche zu informieren, schlagen fehl. Auch der diabolische Anführer einer kleinen Bande von Straßenmusikanten, die im Freien und zu später Stunde vor den Hotelgästen auftritt, gibt von Aschenbach keine Auskunft. Anderntags klärt ihn schließlich der Angestellte eines englischen Reisebüros über die Choleragefahr auf. Trotzdem bleibt von Aschenbach in der Lagunenstadt. Der Heimgesuchte, heimgesucht von diesem späten Gefühlsrausch, verwirft den Gedanken, Tadzios Angehörige vor der Cholera zu warnen, um dessen Nähe nicht zu entbehren.
Von Aschenbach hat nun alle Selbstachtung verloren. Um zu gefallen, lässt er sich vom Friseur des Hotels die Haare färben und sich schminken. Er ist auf der Stufe des geckenhaften Greises angekommen, den er mit Widerwillen auf der Herfahrt beobachtet hatte. Infiziert durch ungewaschenes Obst, das er bei einem Streifzug durch die Gassen Venedigs gekauft hat, stirbt von Aschenbach an der Cholera in seinem Liegestuhl, während er Tadzio am Strand beobachtet. Dem Sterbenden ist, als lächle der Knabe ihm zu und deute dabei hinaus aufs Meer. Und, wie so oft, machte er sich auf, ihm zu folgen.
Thomas Mann unterlässt es aus künstlerischen Gründen, die Todesursache zu benennen. Doch einige Seiten zuvor hatte er, sich allgemein über die Cholera äußernd, die Möglichkeit eines so jähen Verlaufes erwähnt.
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Erstes Kapitel
An einem Maitag des Jahres 1911, im Jahr der zweiten Marokkokrise, unternimmt der über fünfzigjährige, für seine Werke geadelte Schriftsteller Gustav von Aschenbach einen Spaziergang durch den Englischen Garten in München, der ihn bis vor den nördlichen Friedhof führt. Auf der Freitreppe zur Aussegnungshalle [ → Nordfriedhof (München)] fällt ihm ein seltsamer Mann in Wanderkleidung auf. Der Fremde erwidert von Aschenbachs Blick, aber so kriegerisch, so gerade ins Auge hinein, dass von Aschenbach sich abwendet. Im Weitergehen wirkt das Wanderhafte in der Erscheinung des Fremden in Aschenbach nach. Eine seltsame Ausweitung seines Inneren ward ihm ganz überraschend bewusst, eine Art schweifender Unruhe, die er sich als Reiselust deutet. Er überlässt sich der pflichtwidrigen Anfechtung und meint, eine Einschaltung tue Not, etwas Stegreifdasein, Tagedieberei, Fernluft und Zufuhr neuen Blutes. - Von Aschenbach beschließt zu verreisen.
Zweites Kapitel
Herkunft, Lebensweg und Charakter von Aschenbachs werden beschrieben, dazu seine Werke, ihr literarischer Stellenwert und ihre Publikumswirkung.
Aschenbach ist seinem ganzen Wesen nach auf Ruhm gestellt. Keineswegs von robuster Natur, muss er sich künstlerische Leistungen täglich neu abringen. Mit dieser Selbstdisziplin verwirklichen sich Anlagen von väterlicher Seite, überwiegend höheren Beamten im preußischen Schlesien. Der Großvater mütterlicherseits war Musiker. Von dieser Seite kommt sein künstlerisches Talent.
In einer Gesprächsrunde veranschaulicht ein Freund von Aschenbachs Leistungsethos mit der Geste einer geballten Faust. So habe von Aschenbach immer gelebt und gearbeitet. Danach öffnet er die Faust und lässt die Hand in gegenteiliger Geste schlaff herabhängen, um zu zeigen, wie von Aschenbach nie gelebt habe.
Von Aschenbach ist schon lange verwitwet und lebt allein.
Drittes Kapitel
Von Aschenbach ist, zuletzt auf dem Seeweg von Triest über Pola, auf einer Insel nahe der istrischen Adriaküste angekommen. Es regnet, die Luft ist schwer und der Strand enttäuschend. Er ist nicht sanft und sandig, er vermittelt kein ruhevoll inniges Verhältnis zum Meere. Einer plötzlichen Eingebung folgend, reist er per Schiff nach Venedig. Im Schiffsinneren fertigt ihn ein schmieriger Zahlmeister ab und lobt sein Reiseziel in phrasenhaften Wendungen. An Deck beobachtet er einen geschminkten alten Mann, der sich einer Schar junger Männer angeschlossen hat, die ebenfalls nach Venedig reisen. Der Greis in ihrer Mitte versucht, sie an Jugendlichkeit zu übertreffen. In Venedig angekommen, will von Aschenbach mit der Gondel zur Vaporetto-Station. Der Gondoliere erweitert jedoch eigenmächtig seinen Auftrag und rudert ihn über die Lagune zum Lido. Von Aschenbachs Proteste nützen nichts. Am Lido angekommen, entfernt sich Aschenbach kurz, um Geld zu wechseln. Als er zurückkommt, ist der Gondoliere verschwunden. Er erfährt vom Gepäckträger seines Hotels, der Gondoliere sei ein Fremder und habe keine Lizenz.
Abends in der Hotelhalle sieht von Aschenbach den Jüngling Tadzio, der vollkommen schön ist. Er deutet seine Faszination als ästhetisches Kennertum, eine Kunstauffassung vertretend, die die Sinnlichkeit der Kunst verleugnet. Doch Tag um Tag verfällt der Alternde dem Anblick des Knaben mehr.
Das schwüle Wetter bekommt von Aschenbach nicht. Er beschließt abzureisen, voller Kummer, Venedig verlassen zu müssen. Auf dem Bahnhof schafft die falsche Adressierung seines Gepäcks eine momentane Komplikation, die von Aschenbach zum Vorwand nimmt, wieder an den Lido zurückzukehren.
Im Sessel auf der Terrasse vor seinem Hotelzimmer, in sich hineinblickend, erkennt er, dass ihm um Tadzio willen der Abschied so schwer geworden war. Seine Hände öffnen sich zu einer bereitwillig willkommen heißenden, gelassen aufnehmenden Gebärde.
Viertes Kapitel
Der sonst so kühle und nüchterne von Aschenbach gibt sich ganz seinen Gefühlen hin. Eine antikisierende Sprache beschreibt die mythische Verwandlung der Welt in den Augen von Aschenbachs. Das Kapitel endet mit dem Eingeständnis von Aschenbachs sich selbst gegenüber, dass er den Knaben liebt.
Fünftes Kapitel
Eine Choleraepidemie, von Indien kommend, hat Venedig erreicht. Mehrere Versuche, sich bei Einheimischen über die Seuche zu informieren, schlagen fehl. Auch der diabolische Anführer einer kleinen Bande von Straßenmusikanten, die im Freien und zu später Stunde vor den Hotelgästen auftritt, gibt von Aschenbach keine Auskunft. Anderntags klärt ihn schließlich der Angestellte eines englischen Reisebüros über die Choleragefahr auf. Trotzdem bleibt von Aschenbach in der Lagunenstadt. Der Heimgesuchte, heimgesucht von diesem späten Gefühlsrausch, verwirft den Gedanken, Tadzios Angehörige vor der Cholera zu warnen, um dessen Nähe nicht zu entbehren.
Von Aschenbach hat nun alle Selbstachtung verloren. Um zu gefallen, lässt er sich vom Friseur des Hotels die Haare färben und sich schminken. Er ist auf der Stufe des geckenhaften Greises angekommen, den er mit Widerwillen auf der Herfahrt beobachtet hatte. Infiziert durch ungewaschenes Obst, das er bei einem Streifzug durch die Gassen Venedigs gekauft hat, stirbt von Aschenbach an der Cholera in seinem Liegestuhl, während er Tadzio am Strand beobachtet. Dem Sterbenden ist, als lächle der Knabe ihm zu und deute dabei hinaus aufs Meer. Und, wie so oft, machte er sich auf, ihm zu folgen.
Thomas Mann unterlässt es aus künstlerischen Gründen, die Todesursache zu benennen. Doch einige Seiten zuvor hatte er, sich allgemein über die Cholera äußernd, die Möglichkeit eines so jähen Verlaufes erwähnt.